Und plötzlich ist die App aus dem Google Playstore verschwunden


ChaynsUnd dann war auch Schalke 04 nicht mehr im Playstore von Google zu finden:
Google hat Ende September – ohne Ankündigung – sämtliche auf chayns® basierende Apps aus seinem Play Store entfernt. Dazu gehört – neben der Schalke-App – auch die Wochenpost-App, die ebenfalls mit Chayns erstellt wurde. Etwa 50.000 Chayns-Kunden, so Chayns-Betreiber Tobit.Software, sind von dieser Änderung betroffen. Dazu gibt es folgende Pressemitteilung von Tobit.Software: 

Wer seine App fortan über den Play Store verbreiten will, benötigt dafür ab sofort ein eigenes, kostenpflichtiges Developer Konto.

Das Ziel von Googles großer Bereinigungsaktion war augenscheinlich die Vermeidung von Spam. Tatsächlich haben die Kalifornier immer mehr mit Fälschungen und Abzocker-Apps zu kämpfen, die sich in das stark wachsende Angebot des Play Stores mischen. Dass es sich bei chayns® Apps keinesfalls um Spam handelt, sondern hinter jeder App eine reale Organisation, ein Unternehmen oder ein Verein mit seinen zahlreichen Kunden, Mitgliedern und Fans steht, wurde dabei nicht berücksichtigt.

Schlimmer noch: Erst eine Woche nachdem Google die chayns®-Apps unvermittelt aus dem Play Store genommen hat, hat die Übermacht aus Mountain View dann am 25. September 2014 ungeachtet europäischen Rechts ihre Geschäftsbedingungen an ihr Handeln angepasst. Danach ist für die Publizierung nun ein eigenes Developer Konto erforderlich, auch wenn man selbst nicht der Developer ist. Den Hintergrund erklärt Google mit diesen Worten: Es „wird einmalig eine Registrierungsgebühr von 25 Dollar erhoben. Wir erheben diese Gebühr, um Anbieter hochwertiger Apps zu fördern und Spam möglichst zu vermeiden.“
„Google muss sich von unseren Kunden hier schon den Vorwurf von Abzocke gefallen lassen. Denn dass man ausgerechnet in Mountain View nicht zwischen Spam und echten Anwendungen unterscheiden können will, klingt vollkommen unglaubwürdig.“, so Tobias Groten, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Tobit.Software. „Google stuft Apps ja heute schon ebenso nach Popularität und Ratings ein, wie man es ja seit Ewigkeiten schon macht. Die Frage, ob man mit den Erlösen dann nun einfach nur den Betrieb des Play Stores finanzieren will oder die Zahl der ‚Developers‘ frisieren will, muss aber auch gar nicht geklärt werden. Es gilt schließlich einmal mehr das Lex Google. Ob man es mag oder nicht.“

Anders als auch in der neuesten Ausführung der Bedingungen dargestellt, werden die zweifelhaften neuen Regeln nicht nur auf neue Apps angewendet, sondern auf alles, was bereits verfügbar war. Selbst die populärsten Anwendungen der größten Bundesliga-Vereine mit hunderttausenden Installationen sind davon betroffen.

„Diesmal hat Google auch mich überrascht. Keine acht Wochen ist es her, dass Dr. Eric Schmidt auch in Deutschland zu Gast war, um für Vertrauen zu werben. Dann entfernt man über Nacht zehntausende Apps, die erst dann wieder verfügbar sein werden, wenn jeder Einzelne zahlt.“, so das ernüchternde Fazit von Tobias Groten. „Das war eine eindrucksvolle Macht-Demonstration. Und eine noch bessere Werbung für chayns®, das für die Unabhängigkeit von übermächtigen Konzernen steht, die sich als Vermittler darstellen. Nichts schafft mehr Unabhängigkeit als die direkte Beziehung zu seinem Umfeld ohne irgendwelche Vermittler.“

Und was nun? 

Android ohne Play Store – wie geht das?

„Der weltweit meistbesuchte Store für Android-Apps“, so bezeichnet Google selbst den Play Store. Anders als bei Apple ist der Play Store tatsächlich nur eine Option, um Apps zu finden und auf sein Gerät zu bringen. Neben den vielen Dutzend anderer App Stores, darunter auch der Amazon App Store, bietet Android eben auch die Möglichkeit, seine Apps einfach selbst zu verbreiten. Per eMail oder über seine eigene Website zum Beispiel. Und das hat zahlreiche Vorteile.

Die direkte Bereitstellung ohne einen Store ist aus vielerlei Gründen sogar die beste Methode zur Verbreitung einer App. Die absolute Unabhängigkeit von unverständlichen Regeln oder gar der Willkür von Store-Betreiber, die volle Kontrolle über Benutzerkommentare, und die Freiheit, die eigene App über alle Ländergrenzen hinweg publizieren zu dürfen, sind nur einige der ganz großen Vorzüge. Die Bewerbung muss in diesem Fall zwar selbst erfolgen, aber dafür stellt chayns® die passenden Ressourcen gleich bereit, die sich direkt für Postings, eMail-Marketing oder natürlich auch die eigene Website nutzen lassen. Als Schnittstelle zur analogen Welt hat sich dafür längst der QR-Code etabliert, über den der Bezug der App für jedes Betriebssystem automatisch übernommen wird: Ein einziger QR-Code als Antwort auf alles!

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