Molokai – The Friendly Island


Just a reminder: Dieser Online-Reiseführer Hawaii wurde erstmals im Jahr 2000 auf der Seite http://www.delmundo.de veröffentlicht. Sollte nicht verloren gehen, deshalb steht er jetzt – nicht aktualisiert – hier.

Alle zwei Wochen erscheint die Tageszeitung auf Molokai – und das regelmäßig! Zugegeben: Molokai ist sicher nicht der Nabel der Welt. In Kaunakakai, dem einzig echten Ort der Insel, gibt es nicht einmal eine Verkehrsampel, geschweige denn Kinos, Bowlingbahnen usw. Das macht aber nichts, denn Molokai ist „die freundliche Insel“ des Hawaii-Archipels. Und das macht so einiges wieder wett. Die Freundlichkeit der Insel und ihrer Bewohner wird gleich auf den ersten Blick deutlich. Auf den Nachbarinseln boomt der Tourismus und auf Molokai ist Tourismus eher ein Fremdwort. Das Wirtschaftleben der Insel wird geprägt vom Ananasanbau. Friedliches Landleben und eine beschauliche Hauptstadt prägen die Insel, die sicher auch den Namen „ruhige Insel“ verdient hätte.

Molokai war und ist tief mit den hawaiianischen Traditionen verwurzelt. Hier wurde schließlich der Hula geschaffen. Und noch heute hat Molokai den höchsten Prozentsatz polynesischer Ureinwohner.

„Verbotene Insel“

Im späten 19. Jahrhundert hieß Molokai einmal die „Verbotene Insel“, denn die Leprakranken wurden hierher verbannt. Heute ist die Lepra-Kolonie zu besichtigen. Vom Kalaupapa Overlook führt ein Weg zur Kolonie, die der belgische Pater Damien gründete. Der Kalaupapa National Historical Park (Halbinsel) darf nur mit Führungen besucht werden. Der Weg vom Overlook führt an ehemaligen Krankenstationen und an der Kirche vorbei. Überall stehen Schautafeln, die über die ausgerottete Krankheit informieren.

Around the Island

An der Ostküste der Halbinsel steht vor einer grandiosen Klippenkulisse die St. Philomena Church, die 1873 gebaut wurde. Dort befindet sich auch ein Grabdenkmal für Father Damien.

Der Ort Kaunakakai ist der beste Ausgangspunkt für die Entdeckung der Insel. Westlich des Städtchen liegt ein Kokospalmenhain (Kapuaiwa Coconut Grove), der von König Kamehameha angelegt wurde. Am Ende des Highway 470 erreicht man den Palaau State Park, in dem sich neben dem Kalaupapa Lookout auch der Phallic Rock befindet. Dieser Felsen war für die Hawaiianer ein Symbol der Fruchtbarkeit. Noch heute kommen unfruchtbare Frauen hierher, und beten für eine Schwangerschaft.

Auf Molokai gibt es Giraffen und Zebras. Wer hätte das gedacht? Der Molokai Ranch Wildlife Park ist ein Tierreservat im Westen der Insel und beherbergt über 1000 vom Aussterben bedrohte Arten aus Afrika. Die Tiere laufen frei im Park umher. Die Ranch-Besitzer fahren die Besucher in riesigen Jeeps durch den Park. Eine Safaritour auf Hawaii ist also auch möglich.

Nach der Tour sollte man einen Abstecher nach Maunaloa unternehmen. Das Städtchen aus dem Jahr 1923 vermittelt einen Eindruck vom früheren Leben auf Molokai. Heute sind in den alten Häusern viele kleine Geschäfte mit Souvenirs und Kunstgegenständen zu finden.

Eine Reise in die Vergangenheit Molokais bietet die Südseite. Dort liegt die Tempelanlage Iliiliopae Heiau (Hwy 450). Die East End Road führt zudem – an Strandbuchten und Klippen vorbei – zur Halawa Bay, wo früher eines der größten Dörfer der Insel stand.

Der Papohaku Beach ist das Schmuckstück der Insel. Fünf Kilometer lang ist der Strand und überwiegend menschenleer.

Sogar zwei Museen besitzt Molokai. Sie liegen in Kualapuu. Das Molokai Museum präsentiert eine interessante Ausstellung zur Inselgeschichte. Informationen über den Zuckerrohranbau liefert das zweite Museum, Meyer Sugar Mill. Die alte Mühle ist renoviert und man erfährt Wissenswertes über Zuckerrohr. Früher wie heute einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren der Insel.

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