Doping und Spitzensport*


Seien wir mal ehrlich: Doping und Spitzensport, das scheint irgendwie untrennbar verbunden zu sein. In der vorletzten Woche  wurde Isabell Werth entlarvt.  In der letzten Woche war es Claudia Pechstein. Während Werth inzwischen die illegale Behandlung ihres Pferdes „Whisper“ zugegeben hat, wehrt sich Claudia Pechstein mit Händen und Füßen. Am vergangenen Wochenende hat sie einen wahren Interview-Marathon absolviert. Keine überregionale Zeitung, kein Fernsehsender, der nicht ein „Ich habe nicht gedopt“ von Pechstein hörte. Zweifelohne ist der Fall Pechstein kompliziert, denn sie wurde vom Eisschnelllauf-Weltverband ISU nicht wegen eines positiven Doping-Befunds zur Verantwortung gezogen. Vielmehr wurden bei ihr auffällige Blutwerte festgestellt. Daraus wurde Doping geschlossen. Pechstein sieht das alles als ein großes Unrecht und fühlt sich betrogen.

Wer letztendlich wen betrogen hat, das steht momentan noch nicht fest. Was allerdings fest steht ist, dass die jüngsten zwei Dopingfälle ein absolutes Desaster für den deutschen Spitzensport sind.

Was bleibt, ist ein Gefühl der Ohnmacht und des Entsetzens. Welchem Spitzensportler man noch trauen darf? Keine Ahnung. Wie passend in diesem Zusammenhang, dass in der Vorwoche die Tour die France begonnen hat…

*erschienen in der Wochenpost

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