Mit maximal 20 Stundenkilometern rund um Yangon


Rund drei Stunden fährt die Circle Line mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern rund um Yangon.
Rund drei Stunden fährt die Circle Line mit einer Geschwindigkeit von maximal 20 Stundenkilometern rund um Yangon.

„Come with me“ – schnell rennt der Mann voran, springt über die Gleise und zeigt auf einen Zug, der sich in Kürze in Bewegung setzen wird. „This is the Circular Railway“, gestikuliert er und zeigt auf den Zug. Ob er denn selber auch mit diesem Zug fährt, wird er während des Sprints über die Bahngleise gefragt. „Nein, ich nehme den Bus, wollte euch aber schnell zum Zug bringen, damit ihr den nicht verpasst“, erzählt er in fließendem Englisch zwischen Gleis vier und Gleis zwei.

Über die Gleise rennen – in der ehemaligen Hauptstadt Yangon ist das alles andere als gefährlich. Schon beim Betreten des Yangon Central Railway, dem Bahnhof, schaut alles beschaulich und ruhig aus. Kaum Zugverkehr, nur wenige Menschen und Händler. Touristen werden natürlich sofort erkannt und ihnen wird der Weg zur Circle Line, der Ringbahn rund um Yangon, gezeigt. Ein Bahnangestellter füllt handschriftlich einen Zettel aus und überreicht ihn mit einem freundlichen Lächeln. Das ist das Tagesticket für den Zug. Es kostet einen Dollar.

Rund drei Stunden fährt die Circle Line mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern rund um Yangon. Viele Menschen nutzen die Zeit für ein kurzes Nickerchen, oder die Zeitungslektüre.
Rund drei Stunden fährt die Circle Line mit einer Geschwindigkeit von maximal 20 Stundenkilometern rund um Yangon. Viele Menschen nutzen die Zeit für ein kurzes Nickerchen, oder die Zeitungslektüre.

Rund drei Stunden dauert die Fahrt. Der Zug setzt sich schließlich ruckelnd und schaukelnd am Hauptbahnhof in Yangon in Bewegung. Bereits nach wenigen Minuten ist der erste Stopp erreicht. Menschen steigen ein und aus. Es geht durch Townships (Stadtteile) mit den Namen Kanbe, Tan Tar Ka Ley, Okkalar und Insein. In Insein befindet sich das berüchtigste Gefängnis Myanmars. Dort waren zahlreiche politische Gefangene, darunter auch die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, inhaftiert.

Der Hauptbahnhof in Yangon, der größten Stadt in Myanmar.
Der Hauptbahnhof in Yangon, der größten Stadt in Myanmar.

Die Mauern des Gefängnisses sind vom Zug aus zu sehen und erinnern an die schlimme Geschichte Myanmars, die aus Unterdrückung, dem Militärrregime und Menschenrechtsverstößen besteht. Erst seit April 2011 sind in Myanmar die Anfänge eines Demokratisierungsprozesses zu verzeichnen. Im Rahmen dieses Prozesses wurden auch in Insein zahlreiche politische Gefangene freigelassen.
Die Circle Line schaukelt im Tempo von rund 20 Stundenkilometern vorbei an Feldern, riesigen Müllbergen, einem Golfplatz, dem Internationalen Flughafen von Yangon und an zahlreichen Märkten. Ungefähr nach eineinhalb Stunden hält der Zug erstmals etwas länger an einem Markt, der sich direkt an den Schienen befindet. Händler bieten hier Obst und Gemüse an.

An 39 Stationen stoppt der Zug auf der insgesamt 45 Kilometer langen Rundstrecke. Menschen springen auf und ab. Neben der Strecke sind kleine Garküchen, winzige Märkte und einzelne Händler fahren mit riesigen Säcken immer wieder ein paar Stationen mit und versuchen Früchte im Zug zu verkaufen.

Kichernd setzen sich Teenager neben die Touristen und versuchen unauffällig ein Foto zu machen. Immer wieder werden die wenigen Ausländer auf der Fahrt von neugierigen Einheimischen gemustert, werden freundlich angesprochen, mit Handykameras abgelichtet, oder dürfen auch selber ein Foto machen.

Ein großer Markt auf dem Bahnsteig.
Ein großer Markt auf dem Bahnsteig.

Die Bambushütten in den einzelnen Stadtteilen sind bis dicht an die Schienen gebaut. Armut, Müll und Umweltprobleme des Landes sind mehr als sichtbar dort. Doch es geht auch anders. In einigen Stadtteilen sind große Villen hinter Stacheldrahtzäunen zu sehen.

Auch wenn die Züge und die Gleise völlig marode sind und der Zug sich viel zu langsam fortbewegt, nutzen immer noch täglich viele Menschen den Circular Train. Laut einem Bericht vom Nachrichtenmagazin Spiegel fährt die Circle Line seit Jahren heftige Verluste ein. Allerdings soll sich das wohl ändern, denn Japan lieferte bereits einen neuen Zug, außerdem soll die Strecke laut Bericht renoviert werden.

Einheimische nutzen die Zeit für einen kurzen Plausch und ein Foto mit Touristen.
Einheimische nutzen die Zeit für einen kurzen Plausch und ein Foto mit Touristen.

Es ist eine interessante und abwechslungsreiche Fahrt durch Yangon und bei einem Dollar Fahrpreis zweifelsohne auch einer der günstigsten Wege, um die ehemalige Hauptstadt zu erkunden.

PS.Natürlich gibt es den Beitrag auch im Print. Hier ist der Artikel (Myanmar Circle)

Myanmar – ein Panaromablick


Es ist mal wieder Zeit für einen Panoramablick. Diesmal habe ich noch ein paar Fotos aus Myanmar, die ich auf meinem iPhone gefunden habe und die noch nicht veröffentlicht wurden. Die Bilder zeigen die mehr als 2500 Jahre alte Shwedagon Pagode in Yangon und die Tempelfelder in Bagan. Geknipst wurden sie – natürlich – mit dem iPhone.

Pano2 Pano1

Pano4 Pano3 Pano5

Canon 7D Mark II – ein erster Test


Ein erster Versuch mit der neuen Canon 7D Mark II. Ich habe zunächst einmal einfach drauflos geknipst und dann die Funktionen HDR und Monochrom getestet. Das Ergebnis seht ihr unten. Fazit nach einer kurzen “Spielerei” mit der ultraschnellen Kamera: Jede Menge Potential, das man man allerdings ausschöpfen muss. Das heißt, es kommt noch jede Menge Arbeit (sprich Testberichte lesen, in Foren recherchieren, Funktionen ausprobieren usw..) auf mich zu. 

KA3A0111

KA3A0161 KA3A0132 KA3A0126

KA3A0150

In zwölfeinhalb Stunden von Bagan nach Mandalay


L1090496

Es ist ziemlich frisch an diesem Dezembermorgen um 5 Uhr in Bagan. Der Taxifahrer fährt durch eine stockdunkle Stadt zum Jetty in Old Bagan. Der Jetty ist der Hafen in Bagan, der historischen Königsstadt in Myanmar. Dort starten täglich die Schiffe nach Mandalay.

Auch an diesem Dezembermorgen machen sich gleich mehrere Schiffe in Richtung Bagan auf. Welches Schiff wo anlegt und wo es hingeht, das ist auf den ersten Blick für Touristen nicht zu erkennen. Das Pier ist an einem Hügel, die Boote sind mit langen Tauen an Land befestigt und das einzige Licht sind Scheinwerfer, die das Boot vom Hügel aus beleuchten. Viele Menschen stehen herum, die den Reisenden ein paar Lebensmittel und Getränke verkaufen wollen. Und sie weisen den Weg zu den richtigen Booten, den auch der Taxifahrer bemüht sucht.

Der Kapitän und seine Crew auf der Kommandobrücke des Schiffes.
Der Kapitän und seine Crew auf der Kommandobrücke des Schiffes.

An Board eines Schiffes der Reederei Shwekeinnery geht es den Irrawaddy (auch Ayeyarwady, Ayeyarwaddy oder Irawadi genannt) herauf. Vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang – rund 12,5 Stunden wird das Schiff am Ende des Tages für die komplette Strecke benötigen.

Beim Sonnenaufgang in Bagan ziehen einige unbeleuchtete Schiffe vorbei.
Beim Sonnenaufgang in Bagan ziehen einige unbeleuchtete Schiffe vorbei.

In der Dunkelheit von Bagan beginnt die Fahrt. Schemenhaft erkennt man am Ufer einzelne Lichter. Mitunter ziehen unbeleuchtete Schiffe vorbei, die wie Geisterschiffe wirken. Kurz hinter Bagan sind die ersten Sonnenstrahlen am Horizont zu sehen. Sofort wird es merklich wärmer. Und natürlich sind auch sofort die ersten Pagoden am Ufer zu sehen.

Unterwegs trifft man auf Boote, auf denen nach Metallen gesucht wird.
Unterwegs trifft man auf Boote, auf denen nach Metallen gesucht wird.

Erst 1996 hat sich das südostasiatische Land Myanmar – auch Burma oder Birma genannt – für den Tourismus geöffnet und seine 40-jährige selbst gewählte Isolation aufgegeben. Lebte das Land Jahrzehnte fast völlig abgeschottet mit einer Militärdiktatur, so strömten in den vergangenen Jahren mehr und mehr Touristen in dieses faszinierende Land mit seinen unglaublich freundlichen und netten Menschen.

L1090539

Auch an diesem Dezembermorgen auf dem auf dem Irrawaddy ist die Freundlichkeit und Neugier der Menschen wieder spürbar. Über einen interessierten Blick und ein Foto freut sich die gesamte Crew auf der Kommandobrücke des Schiffes. Der Kapitän und seine Crew, allesamt in landesüblichen Longyi (Männerröcken) gekleidet erklären mit Händen und Füßen und einigen englischen Wörtern die Funktionen, Fahrtzeiten und Wasserhöhen- und -tiefen. Letzteres ist ein ganz wichtiger Punkt, der die Dauer der Reise über den Irrawaddy stark beeinflusst. Immer wieder kommt das Schiff an Sandbänke und Crewmitglieder stechen mit langen Stangen in das Wasser, um die Tiefe zu messen. Nicht selten läuft ein Boot auf und es kann Stunden dauern, ehe es weiter geht.

Bauern am Ufer des Irrawaddy.
Bauern am Ufer des Irrawaddy.

Allerdings nicht an diesem Dezembermorgen. Da geht es zügig vorbei an Dörfern, Sandbänken, Erdnussfeldern, Goldwäschern, Fischerhütten und zahllosen Pagoden, die mit ihren goldenen Kuppeln auch aus der Ferne gut zu erkennen sind. Immer wieder sind Menschen am Ufer, die das Boot beobachten. Bauern unterbrechen ihre Arbeit mit dem Ochsenkarren und winken den Menschen an Board zu. Alle paar Stunden hält das Schiff kurz an, um Menschen von Board zu lassen bzw. aufzunehmen. Dort kann dann auch frisches Obst gekauft werden, das zumeist von Händlerinnen, die bis zur Hüfte im Wasser stehen, auf das Boot geworfen wird. Die Geldscheine werden im Gegenzug auf das Wasser geworfen, wo sie blitzschnell eingesammelt werden.

Die Wäsche wird in der Sonne am Ufer des  Irrawaddy getrocknet.
Die Wäsche wird in der Sonne am Ufer des Irrawaddy getrocknet.

Je näher das Boot Mandaly kommt, desto bevölkerter wird es. Einzelne kleine Städte sind sichtbar und kurz vor Mandaly an der großen Irrawaddy Brücke, die erst 2008 fertiggestellt wurde, geht die Sonne bereits wieder unter. Bei der Ankunft in Mandalay muss über ein einfaches Holzbrett an Land balanciert werden. Wie immer sind genügend hilfsbereite Hände da, die die Taschen, Rucksäcke und die Reisenden in Empfang nehmen.

PS.Natürlich gibt es den Beitrag auch im Print. Hier ist das Ding (Myanmar)

Programm von Mac zu Mac übertragen


Migration01

Das war ja einfach: Ich habe heute in diesem Internet gesucht, um eine Möglichkeit zu finden, ein Programm von meinem iMac auf mein MacBook Air zu kopieren. Was habe ich nicht alles für “interessante” Tipps gefunden und gelesen. Von “klappt nicht, das kannste vergessen” über “Programm neu aus dem App-Store laden, Original-DVD verwenden”, oder “Mac im Target-Modus miteinander verbinden und T-Taste gedrückt halten” bis hin zu “Root- und Wheel-Berechtigungen beachten” – was auch immer Letzteres ist.

Wie dem auch sei: Ich wollte das Programm von einem Mac auf den anderen übertragen, ohne CD/DVD und ohne Appstore. Ich habe es geschafft und am Ende hat es schlappe 20 Minuten gedauert. Wie? Nun, ich gebe das hier gerne weiter: Ich habe das Programm nämlich einfach über den “Migrationsassistent” aus meiner TimeMaschine geladen. Eigentlich hätte ich da auch direkt drauf kommen können, es ist nämlich wieder typisch Apple-einfach.

Migration2

Der “Migrationsassistent” macht das eigentlich alles selbstständig. Er fragt, woher und was geladen werden soll. Und dann kann man anklicken, ob man Programme, oder Dateien übertragen möchte. Und blitzschnell wird kopiert.

Migration1

Bei mir hat das alles einwandfrei funktioniert. Was mir allerdings fehlte war ein Tab, wo ich nur das Programm, das ich haben wollte, auswählen kann. Nun hat TimeMaschine nämlich fleißig alle Programme kopiert. Vielleicht habe ich ja etwas übersehen…

 

Let it #Schneegida, Let it #Schneegida,


Zugegeben: Ich bin kein Winter-Fan. Ehrlich gesagt mag ich den Winter gar nicht. Ist mir einfach zu kalt und ich hasse Kälte! Aber es gibt ein paar WIntermomente, die finde ich fantastisch. Heute war so ein Tag. Klirrende Kälte, strahlender Sonnenschein und Schnee (ok, es waren mehr Schneereste). Da sah die Landschaft im Ruhrgebiet traumhaft schön aus. Mir persönlich würde das jetzt übrigens an Schnee und Winter reichen.

Apropos Schnee. Dieser Blogpost passt gerade hervorragend zu einem Thema. In diesem Internet machen sich Nutzer nämlich gerade auf Twitter über #Pegida lustig. Unter dem Hashtag #Schneegida vergleichen sie den Wintereinbruch mit der vermeintlich drohenden Islamisierung des Abendlandes. Es sind großartige Tweets dabei. Die Süddeutsche hat etwas zusammen gefasst…

Hier sind noch ein paar #Schneegida-Aufnahmen aus Dorsten:

IMG_4096IMG_4061IMG_4172 IMG_4097IMG_4109IMG_4123IMG_4191 IMG_4211 IMG_4213 IMG_4230

Ohne Kommunikation funktioniert nichts

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 66 Followern an